Mercedes E-Klasse

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Mercedes E-Klasse

30 Jan , 2016  

Die Mittelklasse von Mercedes, hat eine lange Historie von interessanten „Merkwürdigkeiten“. Es fing alles mit der „Ur-Mitteklasse“ an: der W120. In den fünfziger Jahren, war dieses Fahrzeug ein wahrer Schock! Was? Glatte Seitenteile? Einfach so? Ja, Mercedes wurde für diese Karosserieform bekannt – der „Ponton“-Mercedes, wie er genannt wurde. Die Marke war zwar nicht der Erfinder dieser neuen Bauform, aber auf jeden Fall bestimmend. In den sechziger Jahren der nächste „Schocker“. Was haben die Designer von Mercedes, mit diesem Heck nur im Sinn gehabt? Kurzum, wurde daraus der „Heckflossen“-Mercedes…und so ging es weiter. Jetzt stehen wir vor der zehnten Version einer Legende. Auf der letzten Autoshow in Detroit, ging die Leinwand für die neue E-Klasse (W213) hoch. Würde dieses neue Modell wieder Akzente setzen? Sollte der W213 eine „bessere C-Klasse“ sein oder eine „S-Klasse“ für „arme Leute“? Viele Fragen. Wir wollen in diesem Artikel versuchen, was an diesem Modell anders ist.

Was ist neu?

Mercedes E-KlasseWenn wir unseren Lesern nun die neue E-Klasse (W213) mit einem Wort beschreiben müssten, dann würde uns dazu nur ein Wort einfallen: High-Tech. Dieses Fahrzeug bricht erneut neue Barrieren der Innovation (nein, wir arbeiten nicht für Mercedes, aber man kommt einfach nicht aus dem Staunen hinaus!). Es scheint, dass die heutigen Fahrzeuge uns langsam für die Zukunft vorbereiten. In Zusammenhang mit der neuen E-Klasse werdet ihr Bezeichnungen hören wie: DIRECT CONTROL, AIR BODY CONTROL, ATTENTION ASSIST, DRIVE PILOT, DISTRONIC, COMAND ONLINE, PRE-SAFE Impulse…es handelt sich hier alles um raffinierte und komplexe elektronische Systeme, die das Fahren zu einem Genuss machen sollen und vor allem Sicherheit bieten wollen. Wenn wir die Funktionen dieser Systeme näher betrachten, dann fällt uns nur ein: Star Trek oder Raumschiff Enterprise lassen grüßen!

Der Höhepunkt über den die Presse am meisten gesprochen hat, muss wohl das DRIVE PILOT-System sein, dass in Kombination mit der DISTRONIC, dieses Fahrzeug einen Schritt näher an das führerlose Automobil bringt. Die neue E-Klasse kann den Abstand zum vorderen Fahrzeug einhalten, erkennt Mittelplanken, Straßenmarkierungen und kann einem Fahrzeug auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 210 km/h perfekt folgen. Das ist eine Weltneuheit. Das Assistenz-System funktioniert sogar bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und auch in Kurven. Der Fahrer wird durch zig Funktionen unterstützt und könnte sich – theoretisch – eigentlich auch Schlafen legen. Apropos Schlafen. Wer einnickt, wird von seinem Mercedes aufgeweckt – mit einem Warnton. Das Attention Assist, analysiert über 70 Parameter und gleicht diese Daten mit dem Fahrverhalten des Fahrers ab. Es wird sogar verglichen, wie monoton gefahren wird und mit der Uhrzeit im Fahrzeug verglichen. Wie lange der Motor schon unentwegt läuft und ob der Fahrer anfängt kleine Lenkfehler zu machen. Kaffee gibt es leider noch nicht, aber wird es irgendwann bestimmt einmal geben.

Wir könnten noch einiges über die Technologie erwähnen, aber wir wollen unsere Leser nicht damit „erschlagen“. Es ist wirklich ein futuristisches Fahrzeug. Ach, haben wir schon erwähnt, dass die neue E-Klasse alleine ein- und ausparken kann? Für einige, könnte dies alleine schon eine Kaufentscheidung beeinflussen.

Design

Mercedes will ja beim Design die „Sinneslust“ einfließen lassen. Zumindest wurde das so von Mercedes verkündet: „Sensual Purity“. Die Bedenken die einige haben, ist dass sich dieses neue Modell kaum von der C-Klasse und insbesondere von der S-Klasse unterscheidet.

Die neue E-Klasse hat ihre eigenen Design-Elemente. Wenn man genauer hinsieht, dann kann man diese auch entdecken. Das Modell gehört jetzt zu einer Modellpalette, die Mercedes sorgfältig design-technisch so gebaut hat, dass viel mehr Harmonie drin ist. Die neue E-Klasse gibt es – so wie die C-Klasse auch – mit zwei Arten von Kühlergrill in der Frontpartie. Die Puristen fahren eine E-Klasse mit klassischem Stern auf der Haube. Die Avantgarde-Fahrer, nehmen einen Kühlergrill mit einem gigantischen, mittig zentrierten Stern – ähnlich der SL und McLaren-Modelle.
Mercedes E-KlasseInsgesamt hat die neue E-Klasse eine langgezogene, sehr feine Linienführung. Die hintere Heckscheibe geht flach und fließend in die Heckpartie über und gibt dem Fahrzeug ein „Coupé-Gefühl”. Die Motorhaube scheint sehr lang gezogen zu sein und gibt diesem Fahrzeug ein mächtiges Auftreten. Trotzdem ist die Linienführung elegant und vermittelt den Luxus, denn dieses Fahrzeug repräsentiert. Die vordere Partie hat drei große Lufteinlässe, wenn man den Kühlergrill mit dem großen Stern nimmt (gegen Aufpreis).

Die Karosserie gibt es als Cabrio, Kombi und auch als Coupé.

Motoren und Antrieb

Die Motorisierung umfasst einen neuen Diesel mit Vierzylinder-Motor (mit 150 PS) und auch drei Benziner Varianten, auch von einem Vierzylinder-Motor angetrieben, die bis zu 245 PS bieten sollen. Dazu wird es noch einen Sechszylinder geben mit 333 PS und über 480 Nm Drehmoment. Dann in 2017 kommt der Plug-in-Hybrid raus mit 279 PS Motorleistung. Das Getriebe ist die 9G-Tronic.

Der Innenraum

Hier fällt der Blick sofort auf das Display und eigentlich hat Mercedes hier einen, etwas risikoreichen Sprung in die Zukunft gemacht. Die Instrumente wurden durch ein Display ersetzt. Es gibt keine drehenden Geschwindigkeitsnadeln mehr und keine herkömmlichen Instrumente. Es gibt nur noch virtuelle Instrumente und dieses Display befindet sich hinter der gleichen Glasscheibe, wie das zweite Display für das Infotainment-System und andere Dinge. Für viele wird dies gewöhnungsbedürftig sein, aber es ist nun einmal der Moment, gerade in einem solchen Fahrzeug, die Zukunft zu umarmen.
Der Innenraum wirkt sehr aufgeräumt und luxuriös. Hier fühlt man sich wie in einer S-Klasse und das ist für die Fahrgäste bestimmt keine schlechte Nachricht. Die Umgebungsbeleuchtung kann geändert werden – es stehen 64 Farben zur Verfügung (eigentlich schon ein Luxus, der fast in ein Maybach gehört). Holz und Lederkombinationen, die man sonst aus einer stylischen Yacht kennt. Das sind natürlich alles die feinen Dinge des Lebens, die einen Aufpreis verlangen.
Das Lenkrad hat – auch eine Weltneuheit für ein Automobil – ein Touch Control System, ähnlich dem der Smartphones. Damit kann der Fahrer wirklich alles kontrollieren, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Wer will, kann sein Smartphone ohne Kabel und ohne Verbindung durch die Luft aufladen (dafür muss dieses in der Mittelkonsole liegen). Das System nennt sich Near Field Communication und ist schon von Wearables bekannt.
Wir finden den Innenraum sehr gelungen und die weichen Übergänge der Mittelkonsole und der Türpartien, geben den Gästen ein Gefühl von abgehobener Eleganz und Geborgenheit. Einige stören sich am viel zu großen Schaltknauf, der mittig auf der Mittelkonsole sitzt. Diese Form kennen wir auch aus dem neuen Volvo XC90 und scheint einen neuen Modetrend in Gang zu setzen. Ist natürlich Geschmacks- und Gewöhnungssache.

Fazit

“Ponton”, “Heckflosse” oder “Millionen-Kilometerfresser”…einige der Modelle der mittleren Baureihe von Mercedes haben Geschichte gemacht. Wie werden zukünftige Generationen, dieses neue Modell benennen? Wir wissen es nicht, aber mit der neuen E-Klasse 2016, hat Mercedes ein feines Stück Automobil auf die Straße gesetzt. Ein dezenter Luxus. Dieses neue Modell steht der S-Klasse in nichts nach und hat sich doch ihren eigenen Platz in den Reihen der legendären Automobilmarke redlich verdient. Ein gelungenes Auto. Wenn es so weiter geht, dann dürfte die elfte Generation der E-Klasse, letztendlich auch mal fliegen können…

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